Schließen
www.valdeloire-france.com verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen auf dieser Webseite zu optimieren.
Indem Sie auf diese Website zugreifen, stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.

Stationen zur Beobachtung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt


Das Loiretal, das sich einer außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt rühmen kann, ist beliebter Anziehungspunkt für viele Zugvögel, die hier einen Zwischenstopp einlegen. Am  besten lässt sich diese einzigartige Natur in einer der zahlreichen Beobachtungsstationen der Region bestaunen. Die majestätischen Wälder, das Mündungsgebiet, die Teiche und ausgedehnten Sümpfe ziehen viele verschiedene Vogelarten an. Daher: Fernglas nicht vergessen!
 

Die lebendige Welt der Seen, Teiche und Sümpfe des Loiretals


Am Étang de Beaumont in Neung-sur-Beuvron leben inmitten von Schwertlilien und Wasserhahnenfußpflanzen zahlreiche Vögel. Wenn Sie lernen möchten, woran man sie erkennt, können Sie die von Januar bis Dezember geöffnete Vogelstation mit ihren informativen Texttafeln besuchen. Der Eintritt ist frei. Während der Graureiher und die Stockente hier das ganze Jahr über leben, hat jede Jahreszeit andere Vögel zu bieten: so kann man im Sommer die Lachmöwe und im Herbst den Rotschenkel sehen. Und schauen Sie nur, wie der Schwarzhalstaucher im Frühling seine Jungen auf dem Rücken trägt! Probieren Sie ruhig auch eine Entdeckungstour mit einem naturkundlichen Führer, um so richtig in das fabelhafte Ökosystem des Teichs einzutauchen.

Am Étang du Ravoir in Ouzouer-sur-Loire können Sie den Fischadler bewundern, der auf der Suche nach Fischbeute über der Loire kreist! Diese für die Wälder von Orléans typischen Raubvögel entfernen sich nie sehr weit von dem königlichen Strom. Von der Beobachtungshütte aus können Sie sein in den 30 Meter hohen Baumwipfeln eingerichtetes Nest sehen. Ein schwindelerregendes Spektakel, ergänzt durch leicht verständliche Infoblätter.  Idealerweise sollten Sie den Teich am Sonntagvormittag bei schönem Wetter besuchen: Die Besichtigung wird kostenlos von einem Naturkundeführer begleitet.

Im zweitgrößten Vogelschutzgebiet Frankreichs nach der Camargue, dem Lac de Grand Lieu, leben 270 Vogelarten. Hier lohnt sich ein Besuch der Vogelschutzwarte in La Chevrolière, in der man neben vielen anderen Arten vor allem die Trauerschwalbe und den Stelzenläufer beobachten kann. Die von Mai bis Oktober geöffnete Station bietet an den Wochenenden und in der Woche auf Anfrage auch kommentierte (kostenpflichtige) Besichtigungen an. Nicht verpassen sollte man außerdem das Maison du Lac in Bouaye mit seinem Infocenter, seinem Ökopfad und seiner Beobachtungsterrasse.

Im Herzen des Parc Naturel Régional de Brière (regionaler Naturpark Brière) erwartet Sie schließlich das ausgedehnte Vogelschutzgebiet Pierre Constant. Nehmen Sie auf dem 1,5 km langen Fußwanderweg in einer Beobachtungsstation Platz und beobachten Sie das rege Treiben der Tierwelt in den Sümpfen. In diesem weitläufigen Wasser- und Schilfgebiet versteckt sich ein ganz erstaunliches Wasser-Ökosystem! Anhand von Infotafeln lernen Sie, all die hier zusammen lebenden Pflanzen- und Tierarten zu erkennen (Insekten, Reptilien, kleine Amphibien).

Interessante Vogelwarten findet man aber auch noch an vielen anderen Teichen und Seen: so zum Beispiel am Etang des Levrys à Nouan-le-Fuzelier, am Lac de Pincemaille, auch Lac de Rillé genannt, (Vogelwarte der Vogelschutzorganisation LPO) oder die der Réserve de Malzoné in Millançay.
 

Die Tier- und Pflanzenwelt der Loiretal-Wälder


In Nibelle lohnt sich eine Wanderung bis zur Spitze der Colline des Caillettes, dem höchsten Punkt des Waldes von Orléans. Nachdem man die 150 Stufen zum Belvedere erklommen hat, wird man großzügig belohnt: Von der 24 m hohen Plattform hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Baumflächen des Massif d'Ingrannes. Eine Orientierungstafel gibt Auskunft über den umliegenden, mit Kastanien, Eschen, Eichen und Korsischen Schwarzkiefern bepflanzten Wald. Besonders bewegend ist ein Besuch am frühen Morgen, wenn die Natur erwacht. Mit etwas Glück können Sie die drei im Wald von Orléans vertretenen Adlerarten erspähen: den Zwergadler, den Schlangenadler und den Fischadler.

Doch auch der Staatsforst von Chambord, die Domaine National de Chambord, eignet sich für Naturbeobachtungen. Inmitten des 5540 ha großen Gebietes versteckt sich nicht nur ein prächtiges Schloss, sondern auch zahlreiche Beobachtungsstationen, von denen aus man den gut im Wald versteckten Hirschen, Wildschweinen und Füchsen aber auch den Vögeln, Fledermäusen, Libellen und Salamandern auflauern kann.

Neben den Beobachtungsstationen bieten sich im Loiretal aber auch zahlreiche Naturpfade für das Beobachten der Tiere an. Man findet sie insbesondere im Parc Naturel Régional Loire-Anjou-Touraine (regionaler Naturpark Loire-Anjou-Touraine).  Hier wurden 200 Vogelarten erfasst. Ganz zu schweigen von den vielen kleinen Tieren, die man hier antrifft, wie die Steinmarder, Igel, Eichhörnchen und Libellen.