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Unbedingt sehenswert: Die königliche Grablege

Die Abtei Fontevraud, die den Beinamen „Saint-Denis des Plantagenêt“ (St. Denis von Plantagenet – die Saint-Denis Kathedrale ist der Beerdigungsort der französischen Könige) trägt, wurde mit dem Tod von König Heinrich II. von England zur königlichen Grablege. Seither ruhen die liegenden Grabfiguren (Gisants) der Plantagenets friedlich im Herzen dieser beeindruckenden Abteikirche.

König Heinrich II. und Königin Eleonore von Aquitanien waren zu Lebzeiten große Wohltäter der Abtei, so dass man den König sogar als „Vater der Kirche von Fontevraud“ bezeichnete. Bei seinem Tod im Jahr 1189 entschied die Königin, ihren verstorbenen Gemahl in Fontevraud und nicht wie von ihm gewünscht in Grandmont beisetzen zu lassen. Eine praktische Entscheidung, da sich so ein langer Transport des Leichnams in der brütenden Hitze des Sommers vermeiden ließ, aber vor allem auch eine pragmatische. Denn auf diese Weise konnte die Dynastie der Plantagenets das angevinische Land nachhaltig prägen und sicherstellen, dass sie hier bis in alle Ewigkeit ruhen werde.

Trotz der Plünderungen während der Revolution konnten die Grabfiguren von König Heinrich II. und seinem Sohn Richard Löwenherz sowie seiner Schwiegertochter Isabella von Angoulême, die die erstaunlich gut konservierten Gisants aus polychromem Tuffstein in Auftrag gegeben hatte, in der Abtei gut erhalten werden. Heinrich II. und Richard Löwenherz sind mit Zepter und Krone dargestellt, während Eleonore ein offenes Buch hält. Die Grabstätte von Isabella unterscheidet sich hingegen von allen anderen, da sie aus Holz angefertigt wurde. Die Gisants sind im Langhaus der Abteikirche ausgestellt, das durch seine Größe und Schlichtheit beeindruckt. Das imposante Langhaus umfasst vier, mit einer Kuppelreihe überwölbte Joche, die an den byzantinischen Ursprung des romanischen Stils des Anjous erinnern, während der Chor und das Querschiff der Architektur der Loire treu bleiben. Diese Form des architektonischen Synkretismus wird später als „Plantagenet-Stil“ bezeichnet.
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