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Schon von weitem sind seine grazile Gestalt und auffälligen schiefergedeckten Türme zu sehen, und je näher man herankommt, umso märchenhafter wirkt Schloss Saumur. Der palastartige Bau der Herzöge von Anjou hatte einst eine bewegte Geschichte. Heute gehört das unter Denkmalschutz gestellte Schloss der Stadt Saumur, die ihm wieder zu jenem Glanz verhilft, den Herzog Johann von Berry einst in seinen Très riches heures beschrieb.
Das auf einem Felsplateau errichtete Schloss Saumur erhebt sich stolz über der gleichnamigen Stadt. Seine eindrucksvolle Gestalt ist auch vom anderen Loire-Ufer aus unübersehbar. Wie ein Märchenschloss erhebt sich das prächtige Bauwerk, das die geballte Macht der Valois-Dynastie verkörpert, vor den Augen des Betrachters.

Die ersten Befestigungsanlagen ließ Thibaud, der auch unter dem Beinamen der Betrüger bekannte Graf von Blois, im 10. Jh. bauen. Wenig später riss Fulko Nerra das Schloss an sich, das damit zunächst an die Grafen von Anjou, dann an die Plantagenets und mit Philip August 1203 schließlich an die Königsfamilie ging. In dieser Zeit entstand die aus vier Türmen bestehende Umfassung des Wohnturms und damit die Basis des heutigen Schlosses. Im 14. Jh. erhielt Ludwig I. von Anjou das Schloss als Apanage und gestaltete es zu der prachtvollen Prinzenresidenz um, die auf der berühmten Miniatur der Très riches heures des Johann von Berry zu sehen ist. Ludwig I. ließ neue Wohngebäude bauen, Türme und Kurtinen aufstocken und bei der Gelegenheit die höchsten Stellen des Bauwerks mit Kaminen, Giebeln und Aussichtstürmen bestücken. Unter dem guten König René wurde das Schloss erneut restauriert und die komplett neu gebaute Kapelle mit einem privaten Gebetshaus ausgestattet. Auch die Inneneinrichtung ließ der dichtende Prinz verschönern, um seinen Hofstaat mit möglichst viel Prunk empfangen zu können. Nach seinem Tod geriet Schloss Saumur in Vergessenheit und gewann erst ein Jahrhundert später wieder an Bedeutung, als die gleichnamige Stadt an die Protestanten ging.

Der zum Gouverneur ernannte Philippe Duplessis-Mornay nahm seine Restaurierung in Angriff.  Er ließ die bis heute erhaltenen Befestigungsanlagen zur Verteidigung des Schlosses bauen und fast alle Appartements renovieren und verhalf Saumur so zu einem letzten prunkvollen Auftritt. Unter Ludwig XIV. erwarteten das Schloss strengere Zeiten: Das durch rabiate Umbaumaßnahmen teilweise entstellte Schloss wurde bis 1889 als Gefängnis und Zeughaus benutzt und Anfang des 20. Jh. vom französischen Staat an die Stadt Saumur verkauft. Die ließ das Bauwerk renovieren und richtete nach Fertigstellung des Nordflügels das Städtische Museum und das Pferdemuseum hier ein. Nachdem das Schloss im anschließenden Zweiten Weltkrieg schwere Schäden erlitten hatte, stürzte 2001 ein Teil der Nordbastion ein, die 2007 komplett neu errichtet wurde. Doch damit will die Stadt es nicht bewenden lassen und unternimmt unermüdliche Anstrengungen, um dem Schloss wieder zu dem Glanz zu verhelfen, den der Herzog von Berry einst in seinen Très riches heures beschrieben hatte. So wurde dem Südturm unlängst eine genau nach den Bildern der literarischen Vorlage gefertigte vergoldete Firstspitze aufgesetzt.
Unbedingt sehenswert

Die schlosseigenen Sammlungen

Seit über einem Jahrhundert bewahrt das Schloss die Kunst- und Kunsthandwerkssammlungen des Städtischen Museums und des Pferdemuseums. Hier können Besucher nationale Schätze vor geschichtsträchtiger Kulisse bewundern.
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Besonders wertvoll

Die vergoldete Firstspitze

Die Stadt Saumur hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Schloss wieder jenen Glanz zu verleihen, den der Herzog von Berry einst in seinen Très riches heures beschrieb.
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Erstaunlich

Der gute König René

Der höchst unkonventionelle Monarch René I. von Anjou war ein ebenso gelehrter wie exzentrischer Liebhaber der Künste und sonstigen Lebensfreuden, der bei seinen Untertanen einen bleibenden Eindruck hinterließ.
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Was gibt es Neues vom Schloss?
Praktische Informationen

CHATEAU DE SAUMUR

Vignobles et Découvertes
Sehenswertes in der Umgebung
Anfahrt
Das Schloss liegt 5 Fußminuten vom Bahnhof Saumur entfernt, den man in knapp 2,5 Zugstunden von Paris-Montparnasse über Tours oder Angers erreicht. Mit einem Regionalexpress geht es von dort weiter nach Saumur. Über die Autobahn erreicht man Saumur von Paris in 3 Stunden und von Bordeaux in 4 Stunden.

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